ADAC Reifenkunde

Der Reifen ist die Verbindung zwischen Ihrem Fahrzeug und Fahrbahn – der Grund, warum Qualität, Pflege und Zustand so wichtig sind. Zusammen mit unserem Partner Continental geben wir auf dieser Seite Tipps für den richtigen Umgang mit Ihren Reifen.

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Was Sie im Blick behalten sollten

  • Profiltiefe
  • Luftdruck
  • Jahreszeit
  • Tragfähigkeit und Geschwindigkeit

Profiltiefe: Kein Risiko eingehen!

Das Wichtigste zuerst: Es gibt eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe (in Deutschland 1,6 mm), die Ihre Reifen erfüllen müssen, andernfalls drohen Geldstrafe oder Strafpunkte. Der Hintergrund: Je geringer die Profiltiefe, desto schlechter das Bremsverhalten und desto höher die Aquaplaning-Gefahr.

Bei den 1,6 mm handelt es sich um den gesetzlich vorgeschriebenen Minimalwert. Sicherer unterwegs sind Sie, wenn Sie die Reifen bereits früher austauschen. Der ADAC und Reifenhersteller Continental empfehlen Sommerreifen mit mindestens 3 mm Restprofiltiefe und Winterreifen mit mindestens 4 mm Profiltiefe.

Mehr als heiße Luft: Der richtige Luftdruck

Der optimale Reifenluftdruck ist keine Kür, sondern unbedingt notwendig, denn er beeinflusst die Haftung des Reifens auf dem Untergrund und damit:

  • die Fahreigenschaften: Bei zu hohem oder zu niedrigem Reifendruck kann sich der Bremsweg verlängern und Aquaplaning früher einsetzen.
  • die Lebensdauer Ihrer Reifen: Bei falschem Reifendruck sind sie anfälliger für externe Schäden.
  • Ihren Kraftstoffverbrauch.

Sie finden die Angaben zum Reifenluftdruck in der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs sowie an einer zentralen Stelle des Wagens, etwa Türholm, Tankdeckel oder Handschuhfach.

Empfehlung zum Reifenluftdruck:

  • Reifendruck regelmäßig prüfen (alle 2 Wochen)
  • Notreifen oder Reserverad nicht vergessen
  • Bei Änderungen im Beladungsgewicht Reifendruck direkt prüfen und anpassen

Saisonale Bereifung: Keine Kompromisse bei Ihrer Sicherheit!

Die Reifenwahl beeinflusst Ihre Sicherheit im Straßenverkehrt. Lassen Sie sich bei der Bereifung nicht auf Kompromisse ein:

  • Nur Sommerreifen bieten bei wärmeren Temperaturen optimalen Grip, kurze Bremswege und Sicherheit beim Bremsen auf nasser Fahrbahn.
  • Sommerreifen sind durch ihre Mischungskomponente im Kautschuk bei warmen Temperaturen langlebiger als Winterreifen.
  • Winterreifen haften besser auf glatter Fahrbahn und gewährleisten damit im Winter mehr Fahrsicherheit.
  • Nur Winterreifen bieten aufgrund ihres Lamellensystems ausreichende Sicherheit auf Schnee.

Faustregel: Winterreifen von Oktober bis Ostern. Genauer: Fallen die Temperaturen unter 7 °C, sollten Sie auf Winterreifen wechseln.

Die neue Verordnung der Winterreifenpflicht

Um als Winterreifen zu gelten, müssen ab dem 1. Januar 2018 produzierte Reifen nach § 36 Abs. 4 der StVZO mit dem „Schneeflockensymbol“ gekennzeichnet sein. Für die bisher nur mit M+S gekennzeichneten Winterreifen gilt eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2024.

Tipps für eine lange Lebensdauer Ihrer Reifen:

  • Reifenluftdruck stets optimal halten
  • 4 Reifen desselben Herstellers verwenden
  • Überlastung vermeiden (hohes Gewicht, hohe Geschwindigkeiten)
  • Winter- und Sommerreifen sachgemäß verwenden
  • regelmäßige Sicht- und Luftdruckkontrolle (alle 2 Wochen)
  • Beschädigungen sofort in der Werkstatt prüfen lassen
  • regelmäßiges Auswuchten der Räder für vibrationsfreies Fahren
  • vorsichtiges Fahren, z. B. bei Hindernissen
  • keine Gebrauchtreifen verwenden, wenn Sie die Herkunft nicht kennen

Wann brauche ich neue Reifen?

Auch bei guter Pflege müssen die Reifen in regelmäßigen Abständen erneuert werden, etwa bei:

  • Erreichen der Mindestprofiltiefe
  • Beschädigung